Archiv der Kategorie: Sew a Smile

12 von 12 im November 2015

Hallo ihr Lieben,

heute ist wieder 12 von 12 bei Draußen nur Kännchen. Leider habe ich erst mittags mitbekommen, dass heute der 12. ist, deswegen sind die Fotos erst von heute Nachmittag. Darüber dürft ich euch aber glücklich schätzen, denn so fehlen die obligatorischen Bürofotos.

Los geht es also mit meiner kleinen Mittagspause auf dem Sofa und…
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…meinem Versuch Ordnung in das Stoffregal zu bringen.
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Während des Stoffordnens ist mir gleich ein neues, kleines Nähprojekt eingefallen.
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Dann ging es Kiddies abholen und schnell zu Anna. Vorgestern gab es eine neue Stoffspende von Delius für unsere ‚Sew a Smile‘ Aktion. Die Unmengen Stoff mussten zugeschnitten werden, denn auf 3m-Rollen nahm er doch schon allerhand Platz weg. Vielen Dank liebes Delius-Team!
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Beobachtet wurden wir auch noch beim Zuschneiden.
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Zum Schluss waren wir erledigt vom Stofffalten und zuschneiden…
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…und die Kids hatten jede Menge upgecyceltes Spielzeug.
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Heraus kamen 192!!! Zuschnitte für die Turnbeutel.
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Jetzt aber schnell nach Hause ins Bett – Buch lesen und schlafen.
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Gute Nacht,
Euer Ungeduldsfaden

Sew a Smile: 10 Gründe, warum gemeinsame Nähtreffen toll sind

Guten Morgen ihr Lieben,

wir ihr vielleicht schon in früheren Beiträgen gelesen habt, engagiere ich mich für Flüchtlinge, indem ich bei der Facebook-Aktion ‚Sew a Smile‘ mitwirke, für Flüchtlinge nähe und auch auf anderem Wege mit ein paar tollen Mädels diese Aktion organisiere. Den Bericht, was ‚Sew a Smile‘ ist, wie es funktioniert und was man alles tun kann, findet ihr HIER. Zu Anfang haben wir ‚Sew a Smile‘ Bags (Turnbeutel) genäht, damit die Geflüchteten für ihr weniges Hab und Gut etwas haben, womit sie es transportieren können. Als wir in Bielefeld rund 200!!! Stück genäht hatten, haben wir in vielen KITAs die Aktion Beutelpaten initiiert, um den Turnbeutel mit wichtigen Hygieneartikel befüllen zu können. Eine erste Übergabe fand schon statt – klickt HIER. Momentan nähen wir Halssocken und Beanies, denn die kalte Jahreszeit steht vor der Tür.

Genäht wird entweder zuhause im stillen oder auch ganz und gar nicht stillen Kämmerlein oder während eines Nähtreffs. In unserer Bielefelder ‚Sew a Smile‘ Gruppe heißen diese Nähdates ‚Rudelnähen‘. Einmal in der Woche an unterschiedlichen Tagen treffen sich ein paar Näherinnen und auch Nicht-Näherinnen um gemeinsam für die Geflüchteten Turnbeutel, Beanies und Halssocken zu nähen. Zum Anfang der Aktion wurden diese Treffen vielfach besucht. Momentan sind wir froh, wenn wir eine Handvoll Aktive an einen Tisch bekommen. Natürlich ist mir klar, dass nicht jeder jeden Termin wahrnehmen kann, auch ich habe als Mutter, Frau, Berufstätige, Freundin, Dauercamperin und Bloggerin vieles zu tun und nicht immer Zeit. Es gibt allerdings wirklich gute Gründe um an Nähtreffen teilzunehmen und die liste ich euch jetzt einmal auf:

1: Ob es nun ein bestimmter Nähschritt ist oder eine bestimmte Funktion an der Nähmaschine – wie überall kann jemand etwas überhaupt nicht oder besonders gut. Bei Nähtreffen kann man voneinander lernen.

2: Bei einem Nähtreffen kannst du was nähen, was du sonst auf keinen Fall genäht hättest. Die große Kleine hat beim Anblick der ganzen ‚Sew a Smile Bags‘ gesagt, sie möchte auch einen. Sie wird zu Weihnachten einen von mir genähten Turnbeutel bekommen. Vor zwei Monaten hätte ich mich dagegen gesträubt.

3: Du lernst nette Leute mit mindestens einer gleichen Interesse kennen.

4: Mannchmal entwicklen sich aus diesen Bekanntschaften Freundschaften.

5: Nichtnäherinnen können das Nähen erlernen.

6: Auch beim Nähen führen viele Wege zum Ziel. So kannst du während eines Nähtreffens verschiedene Anleitungen und deren Pros und Kontras mit anderen diskutieren und den für dich am besten geeigneten Nähweg herausfinden.

7: Da bei jedem Nähtreffen jeder sein eigenes Maschinchen mitbringt, kannst du die verschiedenen Modelle und Maschinen bestaunen. Bei uns sind immer Overlock-Maschinen im Einsatz, die von den Nur-Nähmaschinen-Besitzern stark bestaunt werden und ich bin ganz heiß drauf bald einen Plotter in Aktion zu sehen und ganz wirklich, hat jemand eine Coverstich zuhause, die würde ich mir auch liebend gern mal anschauen.

8: Der Zeitaspekt: Insbesondere beim Nähen der Turnbeutel hat jeder einzelne einen Nähschritt übernommen. Wir haben eine Art Nähkette gebildet und haben so in kurzer Zeit viel mehr geschafft, als wenn jeder einzelne zuhause für sich gearbeitet hätte.

9: Natürlich dürfen wir den Spaßfaktor nicht vergessen. So eine Frauenbande kann schon jede Menge Spaß miteinander haben. Stellt euch doch nur mal einen Mädelsabend ohne Sekt aber mit Nähmaschinen und viel Stoff vor! Ach und wer sagt eigentlich, dass es kein Sekt geben darf?

10: Für jemanden etwas zu nähen, einer Person zu helfen, ihr ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, macht glücklich!

Geht ihr zu Nähtreffen? Warum seid ihr dort hingegangen, was waren eure Erfahrungen? Habt ihr Ideen, wie ein Nähtreffen noch schöner/toller/besser ausgerichtet werden kann? Schreibt mir!

Euer Ungeduldsfaden

PS: Für die Halssocken verwenden wir das Schnittmuster von Olilu. Klick!

Sew a Smile – die erste Übergabe

Guten Abend ihr Lieben,

während ich das gesamte Wochenende in Hamburg (ich werde später berichten) verbracht habe, hat sich bei unserer Sew a Smile Aktion am Standort Bielefeld am Sonntagmorgen so einiges ereignet. Denn heute, an diesem für OWL wetteruntypischen, sonnigen Tag, haben einige unserer fleißigen Näherinnen die 32 ersten Smile-Bags an geflüchtete Jugendliche ohne Begleitung übergeben dürfen. Diese 32 Beutel haben wir mit unserem Kontakt am Standort priorisiert, da die 32 Jungs in naher Zukunft in Wohngruppen umziehen werden und wir ihnen noch einige nützliche Dinge mitgeben wollten. So war in den Beutel Hygieneartikel wie Rasierer, Zahnputzzeug und Shampoo enthalten, aber auch Schreibblocks, Kugelschreiber, Kartenspiele und Halssocken und Beanies für die kalte Jahreszeit haben wir als wichtig erachtet. Die Füllungen wurden in den letzten Wochen mithilfe unserer Aktion Beutelpaten zusammentragen.

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Wie ihr euch denken könnt, war die Freude riesig – insbesondere über das Haargel wurde sich riesig gefreut. Aber nicht nur für die Beschenkten war dieser sonnige Tag noch ein wenig sonniger – auch die Näherinnen waren gerührt von dieser Freude, die sie selbst mit Hilfe ihrer heißgeliebten Nähmaschinen geschaffen haben. Wir Moderatorinnen möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Näherinnen, Beutelpaten und auch Unternehmen bedanken, die uns für dieses Vorhaben so viel Stoff zur Verfügung gestellt haben. Danke Danke Danke! Diese schöne Aktion zeigt mal wieder auf ein Neues, was alles möglich ist und sein kann! Eine neue Übergabe von Turnbeuteln ist schon geplant. Weitere Infos werden folgen – nur so viel ist klar: Wir brauchen auch weiterhin Hilfe!

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Deswegen hier noch einmal in aller Kürze die Fakten:
Sew a Smile ist eine deutschlandweite Näh-Aktion, die für Flüchtlinge näht. Zu Beginn der ganzen Aktion wurden fast nur Turnbeutel genäht, mittlerweile sind es aber auch Beanies und Halssocken und andere wichtige Sachen. Das ganze organisiert sich über Facebookgruppen. Hier setze ich euch den Link zu unserer Bielefelder Gruppe und hier geht es zur deutschlandweiten, übergeordneten Facebookgruppe von Sew a Smile, dort findet ihr auch eine Auflistung anderer lokaler Nähgruppen.

Falls ihr Beutelpaten werden wollt, schreibt doch bitte einfach eine eMail an sewasmilebielefeld@gmx.de.

Schönen Abend euch noch, hoffentlich wird es morgen genauso sonnig werden,
Euer Ungeduldsfaden

Näh-Blogger für Flüchtlinge: Sew a Smile

Hallo zusammen,

ich hoffe, ihr seid gut in die Woche gestartet?!
Ich möchte euch heute auf eine… nein zwei Facebookgruppen aufmerksam machen, die ich gestern Abend entdecken durfte.

Wie ihr ganz sicher selbst mitbekommen habt, kommen immer mehr Flüchtlinge nach Deutschland, nach NRW, nach Bielefeld… Überall wird Platz geschaffen um ihnen ein Dach über den Kopf bieten zu können. Auch ich überlege seit geraumer Zeit, wie ich helfen kann. Denn irgendwann einmal ist sämtliche Kleidung gespendet, es liegen einfach nur noch Sommerklamotten in unseren Kleidungskisten, die weder wir noch die Flüchtlinge bei der aktuellen Wetterlage benötigen. Doch der Tatendrang ist da und ich möchte helfen – wie viele andere auch. Natürlich ist es grandios, wenn ich die Hilfe für Flüchtlinge mit meinem Hobby dem Nähen verbinden kann. Nach einigem Geklicke und Gescrolle habe ich in der Facebookgruppe „Geflüchtete willkommen in Bielefeld“ einen Beitrag gefunden, in der eine Frau nach weiteren Nähbegeisterten gesucht hat um mit ihnen zusammen Taschen, Mützen und Schals für Flüchtlinge zu nähen. Da sich sofort einige gemeldet haben, wurde nur wenige Minuten später eine Facebookgruppe gegründet, die sich ausschließlich um Genähtes für die Bielefelder Flüchtlinge kümmert. Schnell hat sich unsere Facebookgruppe einer anderen viel größeren Gruppe untergeordnet: Sew a Smile.

In dieser Gruppe gibt es ein Tutorial, nach dem wir Taschen – Den Smilebag – relativ einfach nähen und dann spenden können. Ich habe das Tutorial eben überflogen, es ist auf jeden Fall für Anfänger geeignet. Taschen werden von Flüchtlingen benötigt um ihr weniges Hab und Gut von einer Anlaufstelle zu einer anderen sicher transportieren zu können.

Wer wie ich Spaß am Nähen hat und gern Flüchtlingen helfen möchte, der komme in die Facebookgruppe Sew a Smile oder in unsere lokale Gruppe Sew a Smile – Bielefeld und Umgebung

Es gibt ganz sicher noch andere Wege, wie wir als Nähbegeisterte durch unsere Nähmaschine Taten sprechen lassen können. Ich selbst habe so einige Ideen im Kopf, die aber zu Ende gedacht werden müssen, die Ansprechpartner benötigen und natürlich viel viel Organisation.

Schließt euch und eure Nähmaschinen uns an – wir freuen uns auf euch und eure Werke!
Euer Ungeduldsfaden